„… Helfen vor Ort“ durch Information

Die Stiftung Liebfrauen startete das Jahr mit einer besonderen Art von Hilfe! Nicht finanzielle Zuwendung, sondern Hilfe durch Information über die Flüchtlingssituation war die Motivation für die gemeinsame Veranstaltung mit dem CDU Ortsverband Ost am 15. Januar im Pfarrsaal Liebfrauen.

Stiftungsveranstaltung187 Zuhörer waren der Einladung der Stiftung Liebfrauen und des CDU Ortsverbandes Ost gefolgt. Der Stiftungsrat hatte sich im Sinne der Satzung – Mitverantwortung in der Gesellschaft tragen und Mitmenschen Unterstützung, Hilfe und Förderung geben – entschieden, einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion über die Situation von Flüchtlingen zu leisten und durch möglichst umfassende Information weitere Hilfe vor Ort für diese gesamtgesellschaftliche Herausforderung zu gewinnen.

Zunächst schilderte der 26-jährige Yahia B. in bewegenden Worten von den Motiven seiner Flucht sowie deren Verlauf und den Anforderungen, die er zu bewältigen hatte, um seine Anerkennung als Asylant in Deutschland erfolgreich abzuschließen. Ohne die Hilfe deutscher Bürger, mit denen er zwischenzeitlich Freundschaft geschlossen hat, wäre das nicht gelungen.

Über die Situation für die Stadt Recklinghausen informierte der 1. Beigeordnete und Sozialdezernent Georg Möllers. Sein Schwerpunkt in der Berichterstattung lag neben den Herausforderungen bei der Beschaffung von Wohnraum insbesondere auf den für die Integration so notwendigen Anforderungen an Bildung und berufliche Entwicklung. Auch er machte deutlich, dass hier die Hilfe und das „An die Handnehmen“ der Flüchtlinge durch die Bürger ein wesentlicher Beitrag für den Erfolg der Integration ist und sein wird.

Dr. Wolfgang Polleichtner, Stadtbeauftragter des Malteser-Hilfsdienstes und im Einsatz in der Landesaufnahme-Einrichtung an der Karlstraße, schilderte die aktuelle Situation dort und führte sehr eindringlich vor Augen, was notwendig ist, um ankommende Flüchtlinge zu versorgen. Deutlich machte er, mit welch unterschiedlichen Erfahrungen die Menschen zu uns kommen und welche kleinen und großen Herausforderungen die Flüchtlinge, aber auch das Helferteam täglich bewältigen müssen, um den Menschen nach langer Flucht eine erste Atempause zu ermöglichen.

Den Schlusspunkt setzte Ulrich Hempel, Vorsitzender des Ratsausschusses für Soziales und Integration, der darstellte, welche Chancen, aber auch Risiken, der Flüchtlingsstrom für die demographische Entwicklung in der Bundesrepublik,   insbesondere aber in der Region Emscher Lippe in sich birgt.

Fazit des Abends ist:

Stiftungsveranstaltung2Es wird vielfache Hilfe vor Ort benötigt. Jeder, der etwas zur Integration beitragen kann, ist aufgerufen, sich bei den entsprechenden Stellen der Stadt oder den freien Trägern zu melden und mit seinen Fähigkeiten registrieren zu lassen. Auch bei möglicherweise zukünftigen Beschränkungen des Flüchtlingzuwachses, ist eine zufriedenstellende Bewältigung der Aufgaben nur mit der anhaltenden Hilfe Freiwilliger zu bewältigen.

Es bleibt der Anspruch „… Helfen vor Ort“!

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