Patronatsfest und Ehrenamtsdank

Am vergangenen Sonntag (7. Oktober 2018) haben wir das Patronatsfest unserer Pfarrei gefeiert und gleichzeitig das Danke-schön Fest für das ehrenamtliche Engagement so vieler Menschen in unserer Pfarrei und an den Kirchorten begangen.

Der Festtag begann mit der Eucharistiefeier in der Liebfrauenkirche, der musikalisch von der Chorgemeinschaft Liebfrauen und vielen MessdienerInnen mitgestaltet wurde. Menschen aus allen Kirchorten versammelten sich: aus St. Barbara, Heilig Geist, St. Johannes, St. Petrus Canisius und natürlich aus dem Kirchort Liebfrauen.

Ganz besonders schön war es, dass die neuen Erstkommunionkinder mit ihren Familien mit dabei waren. Für sie beginnt mit dem Auftakttreffen am vergangenen Samstag und dem Patronatsfest nun die Vorbereitung auf die Erstkommunion im kommenden Jahr.

Zu Beginn der Eucharistiefeier sagte Pfarrer Paschke, dass wir uns als heutige ChristInnen an Maria orientieren und mit Maria daran glauben wollen, dass Gott auch heute da ist. Gerade das fällt ja in der heutigen Zeit Menschen schwer zu glauben, weil so vieles in der Kirche schief läuft und die Kirche viel Schuld auf sich geladen hat. Damit verwies Pfarrer Paschke hin auf die aktuellen Missstände des Amtsmissbrauchs und des Missbrauchs an Schutzbefohlenen.

In der Predigt nahm Oliver Paschke den neuen Claim der Kirche im Bistum Münster „Für dein Leben gern.“ zum Ausgangspunkt seiner weiteren Überlegungen über die „Duftmarke“ Liebfrauen: „Nach was riecht es bei uns in der Pfarrei, was für einen Duft nehmen Menschen bei uns wahr, wenn sie zur Kirche kommen, die Gottesdienste und Feste mitfeiern?… Nach was riecht es bei uns, liebe Schwestern und Brüder? Welchen Duft verströmen wir, wenn Menschen hier auf uns treffen? Ja, wir werden die Duftnoten der eigenen kirchlichen Machenschaften in der Geschichte noch weiter wahrnehmen. Auch das, was stinkt. Die Missbrauchsgeschichten und die verschrobenen Moralvorstellungen, die ungelösten Fragen nach der Gleichbehandlung der Geschlechter und der kompromisslosen Haltung gegenüber dem Bruder und der Schwester – gleich woher sie kommen! Nach was riecht es bei uns? Hoffentlich auch nach einer ehrlichen Gemeinschaft, nach dem solidarischen Ringen um den richtigen Weg unserer Pfarrei in die Zukunft. Hoffentlich riecht es auch nach Wertschätzung jedem und jeder gegenüber, die in Kontakt mit uns treten und sich mit einbringen. Und nach Achtung vor allem Leben, auf das wir treffen und das auf uns hier trifft. Und dass wir nichts überdecken mit frömmelnden Weihrauchwölkchen, die uns das Hirn vernebeln und den Blick verstellen… ‚Für dein Leben gern.‘: Das ist erst einmal die Zusage, die Gott an uns wahrmachen möchte. Die aber nur dann gelingt, wenn ich es an mir selbst und auch an den anderen zulasse. ‚Für dein Leben gern.‘: Das soll die Grundausrichtung unserer Kirche im Bistum Münster sein und damit auch hier bei uns. Dass wir uns die unwiderrufliche Liebe und Wertschätzung Gottes dem Leben und eines jeden Menschen gegenüber zugesagt sein lassen. Und dass wir das als christliche Gemeinde verkünden und leben. Das ist und bleibt unser Auftrag. Unsere Pfarrpatronin, Maria, möge uns dabei helfen und uns in der Spur ihres Sohnes Jesus halten.“

Nach dem Festgottesdienst waren dann alle, besonders die ehrenamtlich Engagierten, zum Mittagessen in den Pfarrsaal geladen, wo Angestellte der Pfarrei die Bedienung übernahmen. Musikalisch wurde das Zusammentreffen dort untermalt von der Musik des Akkordeonorchesters „Wupperspatzen“ aus Wuppertal.

Ein gelungenes Patronatsfest konnten wir also bei schönstem Herbstwetter feiern und uns dankbar sein lassen dafür, dass sich so viele Menschen auf ihre Art und Weise ehrenamtlich in das Leben der Pfarrei einbringen und ihr Christsein konkret werden lassen.

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